Müssen die philippinischen Fachkräfte wirklich nichts bezahlen?

Nein, müssen sie nicht. Wir übernehmen alle während des Vermittlungsprozesses anfallenden Kosten wie Sprachschule, Übersetzungen und Beglaubigungen von Dokumenten für die Behörden, Kosten des Visumsprozesses und Medical Test. Darüber hinaus bezahlen wir für die Dauer des Sprachunterrichts die Lebenshaltungskosten der Kandidatinnen und Kandidaten. So können sie sich voll und ganz auf das Lernen und den Spracherwerb konzentrieren und auch Fachkräfte, die kein Geld zur Verfügung haben und nicht den gehobenen Schichten angehören haben eine Chance, nach Deutschland zu kommen.

Sind die Kosten der Arbeitgeber dann nicht höher?

Nein, sind sie nicht. Wir kalkulieren klar und verständlich und möchten eine langfristige Beziehung zu unseren Kunden aufbauen. Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen und möchten auch Geld verdienen, aber unanständig hohe Margen gehören nicht zu unserer Unternehmenskultur.

Fairness und Transparenz gegenüber Kunden und Fachkräften schlagen sich über kurz oder lang dann durch geringere Ausstiegsquoten von Fachkräften und längere Kundenbeziehungen positiv in der Bilanz nieder.

„Stehlen“ wir den Philippinen denn nicht Fachkräfte, die das Land selber dringend braucht?

Nein, da die Philippinen über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden. Derzeit gibt es nach Schätzungen 150.000 – 200.000 arbeitslose oder in anderen Branchen als der Pflege arbeitende Pflegefachkräfte auf den Philippinen. Jedes Jahr nehmen zehntausende weitere ein Bachelorstudium der Pflegewissenschaften auf. Auch die WHO bestätigt den Fachkräfteüberhang. Das Land hat kaum Industrie und Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor sind meist schlecht bezahlt. Das ein oder sogar mehrere Familienmitglieder einen deutlich besser bezahlten Job im Ausland annehmen und Geld für das Überleben der Familie nach Hause schicken ist seit Jahrzehnten gelebte Praxis. Der Sektor „Auslandsrekrutierung“ ist dann auch der größte Wirtschaftszweig des Landes.

Ist die Ausbildung wirklich mit der deutschen vergleichbar?

Ja und Nein, im theoretischen Teil ist der vierjährige Bachelor auf den Philippinen sogar umfangreicher, dafür gibt es Unterschiede in der Grundpflege. Aber die sind durch die im Rekrutierungsprogramm vorgesehenen Anpassungslehrgänge recht schnell ausgleichbar.

Wie lange dauert es, bis die Pflegefachkräfte als voll anerkannte Mitarbeiter in Deutschland arbeiten können?

Das eigentliche Rekrutierungsprogramm auf den Philippinen dauert ca. 12 Monate, danach kommen die Pflegekräfte mit einem B2 Sprachniveau nach Deutschland und haben von den Anerkennungsbehörden einen sogenannten Defizitbescheid bekommen. Um das Defizit auszugleichen durchlaufen unsere Programmteilnehmer regelhaft einen 100% AZAV geförderten Kurs zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung mit einem unserer Kooperationspartner, der noch einmal ca. sechs Monate dauert. 18 Monate nach Auftragserteilung können die Fachkräfte damit fachlich voll anerkannt sein.

Was müssen Arbeitgeber für die Integration der Pflegefachkräfte leisten und wie werden sie dabei unterstützt?

Einen Teil der notwendigen Integrationsmaßnahmen müssen natürlich die aufnehmenden Einrichtungen vor Ort organisieren, bspw. durch Benennung von Mentoren und Organisation der ersten Wohnung. Einen Teil übernehmen die Mitarbeiter von pflegerecruiting, bspw. durch Vorbereitung der philippinischen Fachkräfte durch kulturelles und speziell auf die Unterschiede der Ausbildung eingehendes fachliches Training sowie Coaching-Maßnahmen der deutschen Seite vor Ankunft der Philippiner. Einen weiteren Teil übernehmen die langjährig erfahrenen Integrations- und Relocation-Manager unseres Kooperationspartners. Darüber hinaus werden für die fast ausschließlich katholischen Kandidatinnen und Kandidaten die Kirchengemeinden vor Ort mit eingebunden. Die ersten 12 Monate begleiten unsere Mitarbeiter die Kunden und die Pflegefachkräfte und bei längerfristigen Projekten natürlich auch weit darüber hinaus.

Wieso kann pflegerecruiting eine 12-Monatsgarantie geben?

Durch die engmaschige Betreuung unserer Pflegekräfte schon auf den Philippinen mit einem eigenen Team und dann in Deutschland durch uns und unsere Kooperationspartner sind die Ausstiegsquoten geringer als bei anderen, lockerer organisierten Vermittlungsprogrammen. Außerdem achten wir bereits bei der Vorauswahl der Pflegekräfte mit einem gestuften Verfahren auf Qualität und Motivation der Teilnehmer. Die Loyalität der Programmteilnehmer ist nicht zuletzt auch wegen der großzügigen Kostenübernahme höher und wir versuchen bei Problemen schnellstmöglich nachzujustieren. Trotzdem gibt es natürlich immer Fälle, die dann doch zum Ausscheiden von Kandidatinnen oder Kandidaten führen. Das Kostenrisiko tragen dann aber wir und nicht der Kunde.

Gehört die Sprachschule auf den Philippinen zu pflegerecruiting?

Die Sprachschule ist kein Teil des deutschen Unternehmens, arbeitet aber fast ausschließlich für die A+P Recruiting KG, zu der auch pflegerecruiting gehört. In wöchentlichen Videocalls tauschen sich die engen Assoziationspartner über das Fortgehen des Rekrutierungsprogramms aus. Die Sprachschule hat sich vollumfänglich auf die Qualitätsanforderungen (bspw. Einsatz von Deutsch-Muttersprachlern in den B-Sprachkursen) verpflichtet.

Findet man auf den Philippinen auch Pflegekräfte mit speziellen Vorerfahrungen, bspw. Intensivpflege oder Kinderpflege?

Ja, auf den Philippinen gibt es die gesamte Bandbreite der Spezialisierungen, wie in Deutschland auch. Da viele Pflegekräfte auch schon im Ausland in Krankenhäusern in verschiedenen Abteilungen gearbeitet haben, haben sie häufig sogar mehrere Erfahrungsschwerpunkte.

Arztkollegen Medical and Care Recruiting

Intelligente und zeitgemäße Personalstrategien für Arbeitgeber im Gesundheitswesen.

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